Ausstellung „Grenzen der Freiheit“

Was bedeutet Freiheit? Ist sie ein Recht, eine Pflicht oder vielleicht eine Illusion?
Diese Fragen stellt die Ausstellung „Grenzen der Freiheit“, die im Juni in der whiteBOX im Münchner Werksviertel-Mitte stattfindet.
Unsere Ausstellung „Grenzen der Freiheit“ ist mehr als eine Sammlung von Objekten. Sie ist ein lebendiger Raum zwischen Stille und Bewegung, der euch einlädt, die unsichtbaren Mauern in unseren Köpfen, Herzen und unserer Gesellschaft zu berühren. Sie ist ein Statement für Offenheit, Kreativität und Empathie.
Im Ausstellungsraum begegnen Ihnen sechs künstlerische Positionen, die das komplexe Spannungsfeld der Freiheit auf unterschiedlichste Weise beleuchten.
Margarete und Jakob Hentze laden mit ihrer vergänglichen Pappskulptur „Little Universe Rolling“ (2026) zum Nachdenken über die Unendlichkeit ein: Indem sie die platonischen Körper auf eine Kugel projizieren, fragen sie, ob die Freiheit der Gedanken genauso grenzenlos ist wie das Universum selbst – oder ob wir diese Unendlichkeit nur symbolisieren können.
Mauricio Hölzemann wendet sich in seinem Video „Every territory that is unpopular…“ (2026) den inneren Grenzen des Kunstbetriebs zu. Er erforscht subjektiv die Bereiche, die oft als unpassend gelten – wie Humor und Storytelling –, und zeigt, wie diese vermeintlichen Hindernisse zu kreativer Freiheit führen können.

Rupert Jörg greift in seiner Videoarbeit „Gender-specific Bobo Dolls“ (2018) auf das klassische Bobo-Doll-Experiment zurück, um zu zeigen, wie Verhalten durch bloßes Beobachten und Kopieren – oft unbewusst – von Generation zu Generation weitergegeben wird. Seine überzeichnete Darstellung kritisiert nicht nur die ethischen Bedenken solcher Experimente, sondern auch, wie unbewusste Muster aus der Vergangenheit unsere heutige Freiheit prägen.
Ein scharfer Kontrast dazu entsteht bei Tomaž Krambergers Serie „Ohne Titel“ (2015). Durch die sichtbare Darstellung gesammelter Fingerabdrücke macht er deutlich, wie leicht Spuren unserer Identität für Überwachung und Missbrauch genutzt werden können, und hinterfragt damit das Recht auf informationelle Selbstbestimmung in einem kontrollierten Staat.
Eine fast schon surreale Auseinandersetzung mit Zwang und Freiheit bietet Siegfried Urlbergers Installation „Zenda“ (2006). Eine Maschine, die nur lebt, solange sie im Käfig gefangen ist und der Betrachter den Stromschalter drückt. Ihr Schöpfer hat damit die Grenzen ihrer Freiheit ebenso beschränkt, wie die Besucher, die ihr diese nur so lange gewähren, wie der Taster gedrückt wird. Freiheit existiert also paradoxerweise nur innerhalb der gesetzten Grenzen – und wir können selbst diese Grenzen respektieren oder sie verletzen.

Abschließend dekonstruiert Patricia Wich in ihrer Videoarbeit „Maria Bonita“ (2012) mit der gewaltsamen Zerstörung einer Hochzeitstorte im tropischen Garten traditionelle Werte und Rollenbilder. Die Zerstörung wird hier als Befreiung von kulturellen Zwängen und der Illusion einer perfekten Welt inszeniert, die uns oft vorgibt, was wir erstreben sollen.
Gemeinsam bilden diese Werke eine Einladung, die eigenen Wahrnehmungsgrenzen zu hinterfragen und die vielschichtige Natur der Freiheit neu zu entdecken.
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🎈 Ausstellung „Grenzen der Freiheit“
Zeit: 18. bis 28. Juni 2026 (jeweils Do, Fr, Sa und So)
Ort: whiteBOX, Atelierstr. 18 2.OG, 81671 München